Spielbericht vom 9. Oktober 2021

Dresdner SSV — SVC Herren I 3:0
Spieltag:
9. Oktober 2021, 20:00
Spielort:
Schulsportzentrum Dresden
Regionalliga Herren
Saison 2021/22

Solide Leistung reicht nicht

Volleyballer ohne Erfolgserlebnis

Am zweiten Spieltag der Regionalliga Ost führte die Reise der SVC Herren zum ersten Mal an die Elbe nach Dresden, dort war man beim SSV zu Gast. Die erfahrenen Recken aus Sachsen und damit einer der Anwärter auf den Meistertitel waren an diesem Tag eine Nummer zu groß, am Ende mussten die Nordhäuser mit 0:3 die Heimreise antreten. In der Tabelle rutschen die Südharzer Herren auf Rang 10 ab und haben vorerst die rote Laterne inne.

Dabei konnten die Gäste aus Thüringen insbesondere in den ersten beiden Sätzen das Spielgeschehen lange Zeit offen gestalten, in den entscheidenden Situationen verhinderten die fehlenden Wechseloptionen einen durchaus möglichen (Teil-)erfolg. Direkt nach Anpfiff war bis zum 11:11 kein Favorit auszumachen, beide Kontrahenten leisteten sich in dieser Phase viele Aufschlagfehler. Im weiteren Verlauf konnten die Hausherren bis auf vier Zähler enteilen, was den SVC jedoch keinesfalls aus dem Konzept bringen konnte. Beim 17:19 war der Kontrahent Dresdner SSV wieder in direkter Schlagdistanz, zu viele einfache Fehler in den eigenen Spielaktionen verhinderten ein besseres Ergebnis als das 21:25 aus Sicht der Nordhäuser. Welches Potential in Kapitän Chris Kampmeyer, Bartosz Nowak, Patrick Ohm, Andre Kretzschmar, Thomas Riemekasten, Paul Weska und Libero Jaspar Gemperlein steckt wurde zu Beginn des zweiten Abschnitts deutlich, mit konzentrierter Spielweise wurden die Gastgeber immer wieder vor Probleme gestellt und sich ein 10:3 Vorsprung erarbeitet. Aus unerklärlichen Gründen spielte danach plötzlich der Fehlerteufel wieder mit, gleichzeitig schaltete der Dresdner SSV wieder einen Gang nach oben und so sahen sich die Südharzer in Windeseile einem 16:20 Rückstand gegenüber. Der Schreck über diesen Spielverlauf steckte den Nordhäusern noch in den Gliedern, obwohl um jeden Ball bis zum Schluss verbissen gekämpft wurde, standen sie beim Schlusspfiff nach 22 kurzweiligen Minuten wiederum mit leeren Händen da (20:25). Nach ausgeglichenem Beginn im dritten Satz zogen die Gastgeber auf 6:12 davon, der unbedingte Glaube noch etwas am Ergebnis zu ändern war nicht permanent erkennbar. Auch die einzig verbleibende Wechseloption in Form von Ergänzungsspieler Lars Hüser konnte der Partie keine entscheidende Wendung geben (8:16). Spätestens das 11:20 stellte eine Vorentscheidung dar, nach 67 Minuten ertönte beim Stand von 16:25 auf der Anzeigetafel der letzte Pfiff des Tages. Der als Betreuer mitgereiste Co-Trainer Gunnar Schürer zog nach dem Spiel folgendes Fazit: „Die begrenzten Optionen aufgrund der dünnen Spielerdecke lässt wohl im Moment nicht mehr zu.“ Beim ersten Heimauftritt in der Wiedigsburghalle in zwei Wochen hofft das Trainerteam darauf, dass sich alle Akteure dem heimischen Publikum präsentieren können, zu Gast ist dann ab 19 Uhr der Krostitzer SV.