Spielbericht vom 12. März 2022

SVC Damen I — USV Jena 2:3
Spieltag:
12. März 2022, 13:00
Spielort:
KKS, Nordhausen
Thüringenliga Damen
Saison 2021/22

Ein Zähler für Südharzer Damen

Das Team der Nordhäuser Mädels in der Thüringenliga ist derzeit nicht zu beneiden. Neben zahlreichen Ausfällen durch langwierige Verletzungen kommt auch noch die derzeitige Erkältungswelle hinzu, sodass auch am Wochenende kurz vor Spielbeginn alles umgestellt werden musste. Gleichzeitig hatte auch die zweite Gastmannschaft Coronabedingt kurzfristig abgesagt, die Organisatoren und Helfer im Hintergrund mussten dadurch kurzerhand zum Schiedsgericht umfunktioniert werden. Unter diesen Umständen fand am Ende ein Pünktchen durch das 2:3 den Weg aufs Punktekonto vom Südharzer VC.

Auch die Gäste vom USV Jena konnten kurzfristig nur mit Minimalbesetzung von sechs Spielerinnen antreten, die Gastgeberinnen konnten sieben Akteure aufbieten. Es dauerte einige Zeit bis sich die SVC Damen an ihre ungewohnten Positionen und Laufwege gewöhnt hatten, parallel dazu mussten auch zwei Neulinge ins Team integriert werden. Nach einer Abtastphase direkt nach Anpfiff zogen die besser eingespielten Jenaerinnen im weiteren Verlauf des Satzes bis auf 16:10 davon und sicherten sich wenig später den ersten Abschnitt mit 25:18. Ab der zweiten Etappe hatten Kapitän Laura Pezely, Adriane Grunig, Nina Liebald, Rückkehrerin Yvonne Helbing, Janine Müller-Buntfuß, Libera Christin Feitsch sowie Nachwuchstalent Jenny Bierwisch das neue Spielsystem verinnerlicht und agierten mit dem Kontrahenten permanent auf Augenhöhe. Durch die Leistungssteigerung in allen Elementen des Volleyballspiels konnten kleinere Rückstände umgehend aufgeholt und die Entscheidung in die Schlussphase (23:23) verlegt werden. Diesmal behielten die SVC Mädels die Nerven, mit cleveren Aktionen auf dem Parkett der KKS und dem Quäntchen Glück ging der hart umkämpfte 30-minütige Satz 26:24 auf das Konto der Gastgeberinnen. Der Ausgleich nach Sätzen rüttelte wiederum den USV Jena wach, ein von Beginn an stetig anwachsender Rückstand konnte von der Gryga-Sechs nicht mehr wettgemacht werden (15:25). Davon noch einmal zusätzlich motiviert schalteten alle SVC Mädels im vierten Teilabschnitt mindestens einen Gang nach oben und drehten den Spieß zum verdienten 25:19 Erfolg um. Nach inzwischen zwei Stunden Spielzeit musste der Tiebreak die endgültige Entscheidung bringen, auch hier war bis zum Seitenwechsel kein Favorit auszumachen. Mit Minimaldifferenz (8:7 für SVC) wurden letztmalig die Spielfeldhälften getauscht. Bei den Big-Points in der entscheidenden Phase der Partie konnten die Gäste von der Saale die Akzente setzen, nach 136 Minuten ertönte beim 12:15 aus Sicht der Nordhäuserinnen der Schlusspfiff in der KKS. Dennoch war Trainer Gryga mit der Leistung seiner Damen unter den derzeitigen Bedingungen zufrieden und konnte mit positiven Eindrücken die Halle verlassen.