Spielbericht vom 8. Oktober 2022

SVC Damen I — Geraer VC 0:3
SVC Damen I — VG Bleicherode 1:3
Spieltag:
8. Oktober 2022, 13:00
Spielort:
KKS, Nordhausen
Thüringenliga Damen
Saison 2022/23

Zwei Spiele – Zwei Gesichter

Heimdoppel ohne Erfolgserlebnis

Zum ersten Mal in der laufenden Spielzeit waren die Mädels vom Südharzer VC am Wochenende Gastgeberinnen in der Thüringenliga. Während in der ersten Partie gegen den Favoriten vom Geraer VC trotz des 0:3 gut dagegengehalten wurde, sahen die rund 100 Zuschauer in der KKS im Derby mit der VG Bleicherode beim 1:3 eine durchwachsene Leistung der Nordhäuser Damen. Nach den ersten vier Partien liegt der SVC in der Tabelle auf Platz 10, hat die Konkurrenz aber in direkter Reichweite.

Insbesondere mit der Leistung im ersten Spiel gegen Gera war Trainer Gryga nach dem Spiel zufrieden. Im ersten Satz konnten die Schmetterlinge mit dem Anwärter auf die vorderen Platzierungen streckenweise sehr gut mithalten und schnupperten beim 19:16 an einem möglichen Satzgewinn. Trotz des etwas unglücklichen 23:25 stellten Kapitänin und Libera Madlen Trümper Adriane Grunig, Nina Liebald, Lilith Busch, Michelle Klante, Katharina Heinrich, Laura Pezely, Janine Müller-Buntfuß, Greta Pohl, zweite Libera Christin Feitsch und Lena Grabe auch im zweiten Abschnitt den vermeintlichen Favoriten immer wieder vor schwere Aufgaben. In den entscheidenden Spielsituationen zeigte sich aber der Unterschied zwischen beiden Teams und dem Tabellenstand: Während die Ostthüringer Gäste die spielerischen Möglichkeiten haben ihr Niveau über die gesamte Begegnung zu halten, schlichen sich beim SVC immer wieder Phasen ein in denen nicht das gesamte Leistungsvermögen abgerufen werden konnte. Folglich lagen beide Kontrahenten anfangs in den Sätzen zwei und drei lange Zeit gleichauf, mit zunehmender Dauer wurde der Rückstand aus Nordhäuser Sicht langsam aber stetig immer größer. Im zweiten Durchgang stand am Ende 20:25 auf der Anzeigetafel, beim 17:25 im dritten Abschnitt nach 75 teils spannenden Minuten ertönte der Schlusspfiff.

Welches Potential in der Mannschaft steckt offenbarte sich den rund 100 Zuschauern beim Derby nur in den ersten anderthalb Sätzen. Den ersten Teilabschnitt dominierten die SVC Damen fast nach Belieben, mit druckvollen Aufschlägen und wuchtigen Angriffen wurde den Bleicheröder Aufsteigern beim 25:17 keine Chance gelassen, Coach Gryga sprach vom „Besten was wir diese Saison bislang gezeigt haben.“ Ab der zweiten Etappe kamen die Schneckenhengste besser ins Spiel, teilweise gab es sehenswerte und lange Ballwechsel, kein Team konnte sich bis zum 20:20 absetzen. Durch kleine Unaufmerksamkeiten brachten sich die Gastgeberinnen selbst aus dem Konzept und mussten der VG den Jubel über den Satzgewinn überlassen (22:25). Den Rest der Partie rieben sich die SVC Fans verwundert die Augen, wie aus dem Nichts riss der Spielfaden bei den Schmetterlingen komplett ab, es gab in allen Mannschaftsteilen und Spielelementen einen absoluten Einbruch. Sowohl die Einwechslung der Ergänzungsspielerinnen und Nutzung aller zur Verfügung stehenden Auszeiten konnten dem Spiel keine entscheidende Wendung geben. Im dritten Satz kamen die Nordhäuserinnen 9:25 derb unter die Räder, das abschließende 15:25 hatte nur noch statistischen Wert. Trainer Gryga meinte: „Das Gesehene kann ich mir direkt nach dem Spiel nicht erklären, ich muss erst eine Nacht darüber schlafen um die Gründe zu analysieren.“

Bis zum nächsten Anpfiff in vier Wochen in Erfurt sollte genug Zeit sein um die Geschehnisse aufzuarbeiten damit man in der Landeshauptstadt wieder mit etwas Zählbarem vom Parkett gehen kann.